BRANDS nimmt an Diskussionsrunde Die Modebranche in der Corona-Krise teil

Am 20.04.2021 nahm Annekatrin Mohr aus der Nachhaltigkeitsabteilung von Brands Fashion gemeinsam mit Sina Marx von FEMNET e.V. an der online Diskussionsrunde „Die Modebranche in der Corona-Krise: Zeit zum Umdenken“ teil. Die Veranstaltung fand anlässlich der Fashion Revolution Week 2021 statt und wurde von Friederike Lang von Hamburg mal fair moderiert.

Inhaltlich ging es bei der Diskussionsrunde um die Folgen und Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeiter*innen in der Textilbranche. Sina Marx hat die Perspektive von Gewerkschaften und NGOs vor Ort präsentiert und Annekatrin Mohr erläuterte, welche Rolle der Einsatz von Standards wie zum Beispiel Fairtrade bei der Unterstützung von Arbeiterrechten spielt.

Die existenzbedrohenden Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeiter*innen wurde in der Veranstaltung eindeutig kommuniziert. Unternehmen stornierten auf Grund der Krise Großteile Ihrer Bestellungen oder nahmen bereits produzierte Kollektionen nicht ab. Daraus resultierten für die Fabrikarbeiter*innen unter anderem geringere oder nicht ausgezahlte Löhne oder der Verlust Ihrer Arbeitsstelle. Durch fehlende Sozialversicherungen wird den Arbeiter*innen so die Existenzgrundlage entzogen.

Im Gegensatz dazu haben wir im September letzten Jahres ein offizielles Statement abgegeben, dass wir keine Bestellungen stornieren oder Preisnachlasse fordern. Wir konnten auch unsere Kunden davon überzeugen, dies nicht zu tun und haben andere Unternehmen ebenfalls dazu animiert. Die Corona-Krise soll nicht auf Kosten der Lieferanten ausgetragen werden, die wir stattdessen kontinuierlich unterstützen. Durch einen regelmäßigen Austausch mit Ihnen haben wir die Lage vor Ort erfahren und versucht sie mittels Leitfäden bei der Durchsetzung der Hygienekonzepte zu unterstützen. Fairtrade hat beispielsweise einen Hilfsfond von 3 Millionen Euro aufgestellt, der Sofortmaßnahmen vor Ort und langfristige Unterstützung der Fairtrade-Lieferanten ermöglicht.

Wir plädieren dafür, dass andere Importunternehmen die Situation ähnlich handhaben und die Krise nicht auf den Rücken der Textilfabriken ausgetragen wird.

In der Diskussionsrunde fand ein reger und inspirierender Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen statt und wir bedanken uns bei euch für die Organisation der Veranstaltung und dass wir unsere Erfahrungen teilen durften.